Optionen verkaufen: Wie hoch sollte die Optionsprämie sein?
Optionen verkaufen und Prämie erhalten: Erfahre, wie Du eine Optionsprämie beurteilst, welche Faktoren sie beeinflussen und warum eine hohe Prämie nicht automatisch besser ist.
Wie hoch sollte die Optionsprämie beim Verkauf einer Option sein?
Eine der ersten Fragen, die sich Anleger beim Verkauf von Optionen stellen, lautet:
Wie viel Prämie kann ich dafür bekommen?
Die Frage ist verständlich. Wer einen Call oder Put verkauft, erhält zunächst eine Optionsprämie. Je höher diese ausfällt, desto attraktiver wirkt der Trade auf den ersten Blick.
Genau hier beginnt aber eines der wichtigsten Missverständnisse beim Stillhaltergeschäft.
Eine hohe Optionsprämie ist nicht automatisch eine hohe Rendite und schon gar nicht automatisch ein guter Trade.
Die Prämie ist die Vergütung dafür, dass Du eine Verpflichtung übernimmst. Beim Covered Call kann diese Verpflichtung darin bestehen, Aktien zu einem festgelegten Preis abzugeben. Beim Cash-Secured Put verpflichtest Du Dich dagegen, Aktien zu einem festgelegten Preis zu kaufen, wenn es zum Assignment kommt.
Deshalb solltest Du die Prämie niemals isoliert betrachten.
Die entscheidende Frage lautet:
Ist die erhaltene Prämie im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, zur Laufzeit, zum möglichen Ergebnis und zum übernommenen Risiko angemessen?
Was ist die Optionsprämie?
Die Optionsprämie ist der Preis, den der Käufer einer Option an den Verkäufer zahlt.
Verkaufst Du beispielsweise einen Put für 2,00 € und der Kontrakt bezieht sich auf 100 Aktien, beträgt die vereinnahmte Prämie:
2,00 € × 100 = 200 €
Auf den ersten Blick stehen damit 200 € Einnahmen im Raum.
Aber diese 200 € sind zunächst nur die vereinnahmte Prämie.
Ob daraus tatsächlich ein Gewinn entsteht, hängt davon ab, was anschließend mit der Position passiert.
Bleibt die Option wertlos, kann die vereinnahmte Prämie – abzüglich eventueller Kosten – grundsätzlich als Ergebnis des Optionsgeschäfts verbleiben.
Kommt es dagegen zu einem ungünstigen Kursverlauf, kann der Verlust des Basiswerts die Prämie deutlich übersteigen.
Deshalb ist die Aussage:
„Ich habe 200 € Prämie kassiert.“
nicht dasselbe wie:
„Ich habe 200 € Gewinn gemacht.“
Diese Unterscheidung ist für das Verständnis des gesamten Stillhaltergeschäfts entscheidend.
Warum eine hohe Prämie nicht automatisch besser ist
Stell Dir zwei Cash-Secured Puts auf dieselbe Aktie vor.
Die Aktie steht bei 100 €.
| Put A | Put B | |
|---|---|---|
| Strike | 95 € | 85 € |
| Prämie | 1,50 € | 0,70 € |
| Laufzeit | 30 Tage | 30 Tage |
| Kapitalbindung | 9.500 € | 8.500 € |
Put A zahlt mehr Prämie.
Put B liegt dafür deutlich weiter unter dem aktuellen Aktienkurs.
Schon daran erkennst Du das Problem einer isolierten Betrachtung der Prämie.
Put A bringt zwar 1,50 €, aber der Strike liegt nur 5 % unter dem Aktienkurs.
Put B bringt nur 0,70 €, dafür liegt der Strike 15 % unter dem Aktienkurs.
Welche Variante besser ist, hängt davon ab, welches Ergebnis Du anstrebst und welches Risiko Du akzeptierst.
Die höhere Prämie beantwortet diese Frage nicht.
Prämie und Kapitalbindung
Um eine Prämie sinnvoll einzuordnen, musst Du sie zum eingesetzten oder gebundenen Kapital ins Verhältnis setzen.
Eine einfache Kennzahl lautet:
Prämienrendite = Optionsprämie / gebundenes Kapital × 100
Nehmen wir den Put mit Strike 95 € und einer Prämie von 1,50 €.
Bei 100 Aktien beträgt die Prämie:
1,50 € × 100 = 150 €
Das für einen Cash-Secured Put benötigte Kapital entspricht vereinfacht:
95 € × 100 = 9.500 €
Damit ergibt sich:
150 € / 9.500 € × 100 = 1,58 %
Die 1,58 % sind eine Prämienrendite für diesen konkreten Zeitraum.
Das ist etwas anderes als eine garantierte Jahresrendite.
Warum Du eine Optionsprämie nicht einfach annualisieren solltest
Angenommen, Du erhältst für 30 Tage eine Prämienrendite von 1,58 %.
Es wäre verlockend, diesen Wert einfach auf ein Jahr hochzurechnen.
Bei einer sehr einfachen linearen Betrachtung wären das ungefähr:
1,58 % × 12 = 18,96 %
Aber diese Rechnung bedeutet nicht, dass Du tatsächlich 18,96 % pro Jahr verdienen wirst.
Dafür müssten unter anderem jeden Monat vergleichbare Trades möglich sein, die Prämie müsste in ähnlicher Höhe ausfallen und es dürfte keine größeren Verluste, Assignment-Situationen, Kosten oder längeren Kapitalbindungen geben.
In der Praxis verändern sich Marktbedingungen laufend.
Eine annualisierte Kennzahl kann deshalb eine Vergleichsgröße sein. Sie ist keine Prognose und keine Garantie.
Welche Faktoren bestimmen die Höhe der Optionsprämie?
Die Prämie entsteht nicht zufällig.
Mehrere Faktoren beeinflussen ihren Wert.
1. Aktienkurs
Der aktuelle Kurs des Basiswerts beeinflusst die Lage der Option.
Je nachdem, wie weit der Strike vom aktuellen Aktienkurs entfernt ist, kann die Option mehr oder weniger wertvoll sein.
2. Strike
Ein Strike nahe am aktuellen Aktienkurs besitzt häufig einen höheren Optionswert als ein weit entfernt liegender Strike.
Für den Stillhalter bedeutet das häufig:
Mehr Prämie = weniger Abstand zum aktuellen Kurs.
Das ist keine absolute Regel für jede Marktsituation, aber ein wichtiges Grundprinzip.
3. Restlaufzeit
Je länger eine Option läuft, desto mehr Zeit besteht für eine relevante Kursbewegung.
Dadurch kann die Option mehr Zeitwert enthalten.
Eine längere Laufzeit kann deshalb zu einer höheren absoluten Prämie führen.
Aber auch hier gilt: Mehr Prämie bedeutet nicht automatisch bessere Konditionen.
4. Implizite Volatilität
Die implizite Volatilität ist einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf den Optionspreis.
Steigt die erwartete Schwankungsintensität, können Optionspreise steigen.
Für den Stillhalter kann das attraktiv aussehen, weil höhere Volatilität häufig mit höheren Prämien verbunden ist.
Gleichzeitig kann die höhere Volatilität aber auf ein schwierigeres Marktumfeld hindeuten.
5. Zinsen und Dividenden
Auch Zinsen und erwartete Dividenden können den Wert von Optionen beeinflussen.
Für den praktischen Stillhalter-Check sind diese Faktoren insbesondere dann relevant, wenn sie das Verhältnis zwischen Aktienkurs, Strike und Optionspreis verändern.
Optionsprämie und Risiko gehören zusammen
Eine hohe Prämie entsteht häufig dort, wo der Markt eine höhere Unsicherheit oder größere mögliche Kursbewegungen einpreist.
Das lässt sich an einem einfachen Gedankenexperiment zeigen.
Nehmen wir zwei Aktien:
Aktie A: Kurs 100 €, geringe erwartete Schwankung
Aktie B: Kurs 100 €, deutlich höhere erwartete Schwankung
Auf Aktie B können Optionen unter ansonsten vergleichbaren Bedingungen höhere Prämien aufweisen.
Warum?
Weil die Wahrscheinlichkeit größerer Kursbewegungen ebenfalls höher eingeschätzt wird.
Für den Stillhalter bedeutet das:
Die höhere Prämie kann die Vergütung für ein höheres Risiko sein.
Deshalb solltest Du Dich bei einem Optionsverkauf nie nur fragen:
„Wie viel Prämie bekomme ich?“
Sondern:
„Warum ist diese Prämie so hoch?“
Diese zweite Frage ist wesentlich wichtiger.
Beispiel: Zwei scheinbar attraktive Put-Verkäufe
Eine Aktie steht bei 100 €.
Du findest zwei Puts mit gleicher Laufzeit.
| Put A | Put B | |
|---|---|---|
| Strike | 95 € | 80 € |
| Prämie | 2,00 € | 0,60 € |
| Abstand zum Kurs | 5 % | 20 % |
| Prämie je Kontrakt | 200 € | 60 € |
Put A bringt deutlich mehr Prämie.
Aber bei Put A liegt der Strike nur 5 % unter dem aktuellen Kurs.
Bei Put B beträgt der Abstand dagegen 20 %.
Wenn Du grundsätzlich bereit bist, die Aktie zu kaufen, musst Du deshalb beide Varianten wirtschaftlich betrachten.
Bei Put A ist die Prämie höher, aber die Schwelle, ab der ein Kursrückgang zu einem Assignment führen kann, liegt näher.
Bei Put B ist die Prämie geringer, aber der Strike bietet einen größeren Abstand zum aktuellen Kurs.
Es gibt keine allgemeingültige Regel, nach der einer dieser beiden Trades immer überlegen ist.
Der Punkt ist ein anderer:
Die Prämie allein reicht für die Entscheidung nicht aus.
Die Prämie im Verhältnis zum maximalen möglichen Ergebnis
Bei einem Covered Call ist die Betrachtung besonders interessant.
Du besitzt 100 Aktien zu 100 € und verkaufst einen Call mit Strike 110 € für 2 €.
Die Prämie beträgt:
2 € × 100 = 200 €
Wenn die Aktie bei Verfall deutlich über 110 € steht und der Call ausgeübt wird, ist Dein Aufwärtspotenzial durch den Strike begrenzt.
Der maximale Options- und Aktiengewinn ergibt sich vereinfacht aus:
Aktiengewinn + Optionsprämie
also:
(110 € − 100 €) × 100 + 200 € = 1.200 €
Die Prämie von 200 € ist damit nur ein Bestandteil des Gesamtergebnisses.
Wenn Du dagegen ausschließlich auf die Prämie schaust, übersiehst Du die wirtschaftliche Bedeutung des möglichen Aktienverkaufs.
Break-even beim Cash-Secured Put
Beim Cash-Secured Put kann die Prämie den effektiven Einstandspreis reduzieren.
Beispiel:
Aktie: 100 €
Strike: 90 €
Prämie: 2 €
Wenn es zum Assignment kommt, kaufst Du die Aktie für 90 €.
Unter vereinfachter Betrachtung reduziert die vereinnahmte Prämie von 2 € Deinen wirtschaftlichen Einstand auf:
90 € − 2 € = 88 €
Der Break-even liegt damit bei 88 €.
Aber auch hier darf die Prämie nicht als Schutzschild missverstanden werden.
Wenn die Aktie beispielsweise auf 60 € fällt, beträgt der Abstand zum Break-even:
88 € − 60 € = 28 €
Die Prämie von 2 € hat den Verlust nur teilweise abgefedert.
Genau deshalb ist der Cash-Secured Put keine risikolose Möglichkeit, Aktien günstiger zu kaufen.
Welche Prämie ist „gut“?
Diese Frage lässt sich nicht mit einer einzigen Prozentzahl beantworten.
Es gibt keine seriöse allgemeingültige Grenze wie:
„Ab 2 % ist eine Optionsprämie gut.“
Dafür sind die Rahmenbedingungen zu unterschiedlich.
Eine Prämie von 2 % für eine kurze Laufzeit kann völlig anders zu beurteilen sein als 2 % für eine längere Laufzeit.
Ebenso kann eine Prämie von 2 % auf einen Strike nahe am aktuellen Kurs ein anderes Risiko darstellen als 2 % bei einem weit entfernten Strike.
Deshalb solltest Du die Prämie immer in mindestens fünf Dimensionen betrachten:
- Höhe der Prämie
- Kapitalbindung
- Laufzeit
- Abstand zum Strike
- übernommenes Risiko
Erst diese Kombination macht die Prämie vergleichbar.
Eine praktische Kennzahl: Prämie pro Kapital
Für einen einfachen Vergleich kannst Du zunächst die Prämie ins Verhältnis zum gebundenen Kapital setzen.
Beispiel:
Gebundenes Kapital: 10.000 €
Prämie: 200 €
Dann:
200 € / 10.000 € × 100 = 2 %
Jetzt vergleichst Du einen zweiten Trade:
Gebundenes Kapital: 20.000 €
Prämie: 300 €
Hier ergibt sich:
300 € / 20.000 € × 100 = 1,5 %
Obwohl Trade B nominal mehr Prämie bringt, erzielt Trade A bezogen auf das gebundene Kapital die höhere Prämienrendite.
Damit wird deutlich, warum absolute Prämienbeträge wenig aussagekräftig sein können.
Aber auch die Prämienrendite reicht nicht aus
Jetzt kommt die nächste wichtige Ebene.
Angenommen, zwei Trades haben beide eine Prämienrendite von 2 %.
Trade A läuft 14 Tage.
Trade B läuft 90 Tage.
Die gleiche Prämienrendite hat damit eine völlig unterschiedliche zeitliche Dimension.
Deshalb solltest Du zusätzlich fragen:
- Wie lange ist das Kapital gebunden?
- Wie lange besteht die Verpflichtung?
- Wie hoch ist das mögliche Verlustpotenzial?
- Wie liquide ist die Option?
- Welche Ereignisse liegen innerhalb der Laufzeit?
- Was passiert bei einem starken Kursanstieg oder Kursrückgang?
Eine einzelne Renditekennzahl kann niemals die gesamte Qualität eines Optionsgeschäfts abbilden.
Warum die „höchste Prämie“ häufig nicht die beste Wahl ist
Stell Dir vor, Du öffnest eine Optionskette und siehst drei mögliche Strikes:
| Strike | Prämie | Abstand | Laufzeit |
|---|---|---|---|
| 95 € | 3,00 € | −5 % | 30 Tage |
| 90 € | 1,80 € | −10 % | 30 Tage |
| 80 € | 0,60 € | −20 % | 30 Tage |
Wenn Du nur nach der Prämie sortierst, steht der 95-€-Strike an erster Stelle.
Aber dieser Strike liegt am nächsten am aktuellen Aktienkurs.
Der 80-€-Strike bringt deutlich weniger Prämie, bietet dafür einen erheblich größeren Abstand.
Welche Variante zu Deinem Ansatz passt, hängt davon ab, was Du mit dem Trade erreichen möchtest.
Wenn Du grundsätzlich bereit bist, die Aktie zu einem bestimmten Preis zu kaufen, kann ein höherer Strike sinnvoll sein.
Wenn Dir der größere Sicherheitsabstand wichtiger ist, kann ein niedrigerer Strike besser zu Deiner Planung passen.
Die Entscheidung muss deshalb vor der Prämie beginnen – nicht mit der Prämie enden.
Eine einfache Vorgehensweise für die Praxis
Wenn Du Optionen verkaufen möchtest, kannst Du die Prämie in einer festen Reihenfolge prüfen.
1. Basiswert bestimmen
Würdest Du die Aktie grundsätzlich besitzen wollen?
2. Strike festlegen
Welcher Preis wäre für Dich wirtschaftlich akzeptabel?
3. Laufzeit bestimmen
Wie lange möchtest Du die Verpflichtung eingehen?
4. Optionskette öffnen
Vergleiche mehrere Strikes und prüfe Bid, Ask, Open Interest, Volumen und IV.
5. Prämie berechnen
Wie hoch ist die absolute Prämie?
6. Prämienrendite berechnen
Wie hoch ist die Prämie im Verhältnis zum gebundenen Kapital?
7. Szenarien durchrechnen
Was passiert bei einem starken Anstieg, einer Seitwärtsbewegung und einem deutlichen Kursrückgang?
8. Risiko prüfen
Kannst Du mit dem möglichen Ergebnis auch dann leben, wenn der Trade nicht wie geplant läuft?
Erst danach solltest Du entscheiden, ob die Prämie für den konkreten Trade attraktiv erscheint.
Die wichtigste Frage lautet nicht „Wie viel?“, sondern „Wofür?“
Die Optionsprämie ist die Vergütung für eine Verpflichtung.
Beim Covered Call erhältst Du eine Prämie und akzeptierst dafür unter anderem, dass Deine Aktien bei einem entsprechenden Kursverlauf zum Strike verkauft werden können.
Beim Cash-Secured Put erhältst Du eine Prämie und akzeptierst dafür die Verpflichtung, Aktien zum Strike zu kaufen, wenn es zum Assignment kommt.
Die Prämie steht damit immer auf der einen Seite des Geschäfts. Die Verpflichtung und das Risiko stehen auf der anderen.
Genau dieses Verhältnis macht den Optionsverkauf interessant – und gleichzeitig anspruchsvoll.
Wenn Du eine Prämie siehst, solltest Du deshalb nicht zuerst fragen:
„Ist die Prämie hoch?“
Sondern:
„Ist die Prämie angemessen für das, was ich dafür übernehme?“
Das ist die entscheidende Perspektive eines Stillhalters.
Checkliste: Ist eine Optionsprämie attraktiv?
Bevor Du eine Option verkaufst, kannst Du diese Fragen durchgehen:
- Habe ich den Basiswert analysiert?
- Würde ich die Aktie grundsätzlich besitzen wollen?
- Kenne ich den Strike?
- Wie groß ist der Abstand zum aktuellen Kurs?
- Wie hoch ist die Prämie je Aktie?
- Wie hoch ist die Prämie je Kontrakt?
- Wie viel Kapital wird gebunden?
- Wie hoch ist die Prämienrendite?
- Wie lange läuft die Option?
- Wie hoch ist die implizite Volatilität?
- Wie liquide ist die Option?
- Wie groß ist der Bid-Ask-Spread?
- Was passiert bei einem starken Kursanstieg?
- Was passiert bei einem starken Kursrückgang?
- Bin ich mit einem möglichen Assignment einverstanden?
- Würde ich den Trade auch ohne die attraktive Prämie noch für sinnvoll halten?
Wenn Du die letzte Frage mit Nein beantworten musst, solltest Du besonders genau hinschauen.
Eine hohe Prämie kann einen schlechten Trade attraktiv aussehen lassen.
Fazit: Die richtige Optionsprämie gibt es nicht
Es gibt keine universelle Optionsprämie, ab der ein Trade automatisch gut ist.
Eine Prämie von 1 %, 2 % oder 5 % sagt allein wenig aus.
Erst der Zusammenhang mit Strike, Laufzeit, Kapitalbindung, Volatilität, Liquidität und Risiko macht die Zahl aussagekräftig.
Der professionelle Blick auf eine Optionsprämie lautet deshalb nicht:
„Wie viel Geld bekomme ich?“
Sondern:
„Welche Vergütung erhalte ich für welche Verpflichtung und welches Risiko?“
Wer diese Frage konsequent stellt, betrachtet Optionsprämien nicht mehr als vermeintlich kostenloses Einkommen, sondern als Bestandteil eines klar definierten Geschäfts.
Noch tiefer in den Optionsverkauf einsteigen
Wenn Du lernen möchtest, wie Du Optionsprämien nicht nur betrachtest, sondern einen vollständigen Stillhalter-Trade von der Auswahl des Basiswerts bis zum späteren Management analysierst, geht „Das Geheimnis der Stillhalter – Der praktische Weg zu laufenden Einnahmen mit dem Verkauf von Optionen“ deutlich weiter.
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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und Bildung und stellt keine individuelle Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Optionen dar.